Die Idee eines Unternehmens für nachhaltiges Angelequipment

Durch einen Zufall bin ich, Karsten Jaszkowiak, 2014 mit dem Steinangeln in Kontakt gekommen. Der urige Gedanke mit Steinen zu angeln, faszinierte mich sofort. Ich angelte vorerst ein Jahr mit einem simplen Prototyp und war von den Ergebnissen begeistert. Während einer unglaublichen Karpfenangel-Session im August 2014, rannte meine Angelrute innerhalb einer Woche 24 mal. Ich fing unter anderem einen 112 cm langen und 17 kg schweren Graskarpfen – meinen derzeitigen Rekordfisch. Die Entscheidung war gefallen. Ich gründe ein Unternehmen zur Entwicklung von Angelequipment und entwickle eine durchdachte und zuverlässige Steinmontage für das Angeln auf Karpfen.

Wer will noch Angelequipment entwickeln?

Ich begann also mit der Arbeit und die Idee reifte. Schnell vergrößerte sich meine Vision und ich begann die Tragweite des Vorhabens zu begreifen. Mir wurde klar, dass ich die wachsenden Aufgaben nicht allein bewältigen kann. Nur die Suche nach geeigneten Geschäftspartnern gestaltete sich schwieriger als erhofft. Zum Glück führe ich jährlich eine kleine Pokerrunde mit Verwandten und Freunden durch. Mir fiel wie Schuppen von den Augen, dass mir ein sehr verlässlicher und begeisterter Angler jedes Jahr am Tisch gegenübersitzt, während er mir wieder einmal finanzliell die Hosen auszog. Ich weihte Martin ein und mit jedem Treffen wuchs seine Begeisterung für die Idee. Im Februar 2016 gründeten wir unser Unternehmen für ökologisch nachhaltiges Angelequipment und FISHSTONE war geboren.

In der Zusammenarbeit entwickelte sich die Vorstellung weiter und unsere Idee wuchs zu einem prächtigen Konzept für Angelequipment auf Natursteinbasis insgesamt heran. Zumindest vorerst in unseren Köpfen aber mit einem wachsenden Konzept wächst auch der Aufwand zur Umsetzung. Wir arbeiteten weit mehr als 40 Stunden in der Woche, fanden geniale Lösungsansätze, verwarfen sie wieder. Wieder und immer wieder. Das zermürbendste daran gutes Angelequipment zu entwickeln ist, dass wir so oft dachten am Ziel zu sein und doch erneut Schwächen entdeckten. Also haben wir selbst und einige eingeweihte Freunde unsere Prototypen immer wieder auf Herz und Nieren getestet.

Die erste Jahreshälfte lief wahrlich schlecht aber wir entwickelten unser Angelequipment stetig weiter, getrieben von dem Willen ein überragendes Produkt zu erschaffen. Und so begannen auch die Fänge sich wieder zu steigern. Vom Stippen übers Aalangeln bis zum Karpfenangeln wurden wir mit unserem Equipment erfolgreicher. In einer der vielen Allround-Testnächte gingen uns nacheinander Plötzen, Barsche, Aale, ein Hecht und sogar ein kleiner Wels an den Haken. Im dritten Quartal des Jahres konnten wir fast jede Nacht einen Karpfen auf die Matte legen. Wir waren überglücklich nach vielen anstrengenden, erfolgreichen Nächten die funktionale Entwicklung unserer Prototypen abzuschließen. Wir reichten daraufhin Patentanträge als wichtigen Baustein unseres Unternehmens ein und feierten uns wie zwei kleine Könige.

Nun folgten viele weitere Arbeitspakete von Finanzierung, Produktionsvorbereitung, Marketing über Design bis zur Produktfinalisierung. Es war nicht immer leicht, aber wir sind stolz euch nun unser ausgereiftes, natürliches Angelequipment auf Basis von Natursteinen präsentieren zu dürfen. Wir haben viel Energie investiert, um dir ein besonderes, zuverlässiges und innovatives Produkt zu liefern. Unsere Montagen sind nach einem Baukastenprinzip miteinander kombinierbar, flexibel und gesund für Mensch und Fisch. Wir hoffen, du hast genauso viel Spaß damit wie wir und freuen uns auf dein Feedback. Vielen Dank für deine Unterstützung sagen Martin und Karsten – dein FISHSTONE-Team

Karsten Jaszkowiak

Durch meinen Vater kam ich im frühen Alter von fünf Jahren mit dem Angeln in Kontakt. Ich begann mit einem Stock und einer simplen Stippangel auf dem Steg meines Opas am Schwielochsee in Brandenburg meine ersten Fische zu überlisten. Schnell entwickelte sich aus dem Hobby eine Leidenschaft. Ich belegte im frühst möglichen Alter die Prüfung zum Fischereischein A. Im Alter von 19 Jahren entdeckte ich das gezielte Angeln auf Karpfen.

Vielleicht aufgrund meines Umzuges in das hektische Berlin genoss ich besonders ab 2014 jeden Ausflug ins Grüne und verbrachte in diesem Jahr knapp 50 Nächte am Wasser. Mit steigender Begeisterung wuchs auch die technische Ausrüstung. Ich beschäftigte mich umfassend mit allen Techniken, Tricks und Montagen des Karpfenangelns. Während dieser Zeit entwickelte ich verstärkt einen Blick für die wunderschöne Natur und begann mich mit der Verschmutzung der Seen auseinanderzusetzen. Nach jedem Angelausflug sammelte ich den Müll im gesamten Bereich sorgfältig auf. Ein Umdenken begann in meinem Kopf und wie sich herausstellte auch bei einer großen Anzahl anderer Angler. Besonders passionierte Angler, die sich häufig am Wasser befinden, befassen sich immer stärker mit dem schonenden Umgang mit ihrer Umgebung.

Ich möchte diese wachsende Bewegung unterstützen, indem ich die technischen Möglichkeiten des nachhaltigen Angelns vorantreibe. Ich möchte meinen Teil zum ökologischen Bewusstsein der Angelei beitragen, um allen Menschen, auch kommender Generationen die Möglichkeit zu bieten, die Natur sauber und in ihrer wohl behüteten Schönheit zu erleben.

FISHSTONE bietet mir die Möglichkeit diesen Traum in der Selbstständigkeit mit meiner beruflichen und finanziellen Unabhängigkeit zu kombinieren. Sie bietet mir die Chance, eine wirtschaftlich erfolgversprechende Idee mit meinem Wunsch nach ökologisch nachhaltigem Leben in Einklang zu bringen.

Martin Gottschling

Seit 29 meiner 35 Lebensjahre bin ich verrückt nach der Angel. Heute bin ich fast ausschließlich mit der Spinnrute in der Hand anzutreffen. Neben der Ehefrau und dem Sohnemann ist sie das vierte Mitglied unserer Familie. Ich bezeichne mich als Globetrotter und Naturbursche. Nach Abschluss meines Geographiestudiums reiste ich mit meiner heutigen Ehefrau zwei Jahre um die Welt, entdeckte die faszinierenden aber auch abschreckenden Eigenheiten verschiedener Kulturen. Leider sind ökologisch-nachhaltige Denkweisen nicht in allen Gesellschaften gleichermaßen ausgeprägt.

Mir wurde bewusst, dass meine zukünftige berufliche Karriere sich im weitesten Sinne mit Natur- und Umweltschutz befassen sollte. So war es auch kein Zufall, dass ich mich nach unserer Rückkehr nach Deutschland auch im Bereich der erneuerbaren Energien nach Arbeit umgesehen habe.

In der Selbstständigkeit als Entwickler für Angelequipment sehe ich die Chance, meine große Freude am Angeln mit meinem Naturbewusstsein beruflich zu verbinden. Neben dem ideologischen inneren Antrieb dieser Existenzgründung spielt der Wille zur beruflichen Eigenständigkeit und der Glaube an eine einmalige Idee eine wichtige Rolle.